Wenn Spinnen stoned sind...
Toxizitätsuntersuchungen von Drogen an Radnetzspinnen
Spinnen und ihre "Kunstwerke" machen sich auf unerwartete Art nützlich:
Um die Wirkungen von Drogen zu untersuchen, haben Wissenschaftler der NASA einige interessante Untersuchungen angestellt. Sie wollten herausfinden, wie sich verschiedene Chemikalien auf den Netzbau von Radnetzspinnen auswirken.
Dabei diente ein normales Netz einer unbehandelten Spinne als Referenz.
Mit diesem wurden die Netze verglichen, die die Spinnen webten, wenn ihnen vorher bestimmte chemische Substanzen verabreicht wurden.
Spinnen, die unter dem Einfluss von Marihuana standen, fingen ganz normal mit dem Netzbau an, verloren aber nach einiger Zeit die Konzentration und webten nicht mehr weiter. Offensichtlich waren sie zu entspannt, um ihre Arbeit fertigzustellen.
Verabreichten die Wissenschaftler den Spinnen Chloralhydrat, einen wirksamen Bestandteil von Schlafmitteln, so war das Ergebnis offensichtlich: Nachdem der Rahmen und ein paar Speichen als Fundament gesponnen waren, fielen die Spinnen vom Netz ab, schneller als sie den Netzbau beenden konnten.
Benzedrin, ein Amphetamin, veranlasste die Spinnen, ihr Netz mit großem Elan zu bauen, jedoch waren sie so unkonzentriert und planlos bei der Arbeit, dass das Netz Löcher und unfertige Stellen aufwiesen. Die Spinnen waren geradezu hyperaktiv, wie die Wissenschaftler es von einem Aufputschmittel erwartet hatten.
Unter Koffeineinfluss sah das Ergebnis noch schlimmer aus. Die Spinnen waren unfähig, etwas Besseres zu weben als wild durcheinandergeratene Fäden, die zufällig miteinander verknüpft waren.
Die Moral der Geschichte:
Gehe jetzt meinen Espresso trinken, bin ja schliesslich keine Spinne...:-)